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Stellungnahme zu Begegnungszone Altstadt Süd

8. Mai 2026
News
Stellungsnahme zur Vorlage des Stadtrats vom 28. April 2026 in Sachen Einführung einer Begegnungszone in der «Altstadt Süd» mit Tempo 20 km/h auf der Rheinstrasse, Klosterstrasse, Baumgartenstrasse und Frauengasse.

Der vom Stadtrat präsentierte Plan zur Umwandlung von vier innerstädtischen Strassen in Begegnungszonen mit Tempo 20 km/h wirft aus Sicht der Vereinigung Pro City erhebliche Fragen auf. Was auf dem Papier nach einer Aufwertung des öffentlichen Raums klingt, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als unausgereiftes Projekt mit spürbaren negativen Folgen für Verkehr, Gewerbe und letztlich auch für die Attraktivität der Innenstadt.

Besonders problematisch ist die Tatsache, dass zwei der betroffenen Strassen zentrale Zufahrtsachsen zu grossen Parkhäusern darstellen - Herrenacker und Herrenacker Süd. Diese werden täglich von sehr vielen Autofahrerinnen und Autofahrern genutzt. In einer Begegnungszone, in der Fussgängerinnen und Fussgänger Vortritt haben, wird der Verkehrsfluss zwangsläufig verlangsamt und erschwert. Es ist absehbar, dass dies zu Rückstaus, Unsicherheiten und Frustration bei allen Verkehrsteilnehmenden führen wird – ohne erkennbaren Mehrwert.

Hinzu kommt, dass sich die betreffenden Strassen kaum für einen Aufenthalt oder eine Belebung eignen. Enge Verkehrsachsen zwischen Häuserzeilen bieten weder Platz noch Aufenthaltsqualität, die eine Begegnungszone rechtfertigen würden. Die Vorstellung, dass sich hier ein lebendiger Begegnungsraum entwickelt, wirkt realitätsfern. Zumal sich in unmittelbarer Nähe bereits mehrere etablierte Plätze befinden oder in Bau sind, die genau diese Funktion erfüllen – und dies deutlich besser.

Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen dürfen nicht unterschätzt werden. Im Zuge der geplanten Umgestaltung werden mit grosser Sicherheit erneut oberirdische Parkplätze wegfallen. Dies könnte im schlimmsten Fall gut 25 Parkplätze betreffen. Zusammen mit den verlangsamten Verkehrsbedingungen entsteht ein Umfeld, das für Kundinnen und Kunden zunehmend unattraktiv wird. Die Folge liegt auf der Hand: Wer mit dem Auto unterwegs ist, wird Alternativen ausserhalb der Innenstadt bevorzugen – etwa grosse Einkaufszentren in Herblingen, Feuerthalen und in Langwiesen mit einfacher Erreichbarkeit und ausreichenden Parkmöglichkeiten.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass hier ideologische Ziele über praktische Bedürfnisse gestellt werden. Eine ausgewogene Verkehrspolitik sollte alle Interessen berücksichtigen – nicht nur jene eines bestimmten politischen Lagers. Die vorliegenden Pläne hingegen wirken wie ein weiterer Schritt in Richtung einer einseitigen Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs, ohne die Konsequenzen ausreichend zu bedenken.

Der Vorstand der Pro City ist mit den Plänen des Stadtrates nicht einverstanden.

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